Der Geist ist in seiner einfachen Wahrheit Bewußtsein, und schlägt seine Momente auseinander. Die _Handlung_ trennt ihn in die Substanz und das Bewußtsein derselben; und trennt ebensowohl die Substanz als das Bewußtsein. Die Substanz tritt als allgemeines _Wesen_ und _Zweck_, sich als der _vereinzelnten_ Wirklichkeit gegenüber; die unendliche Mitte ist das Selbstbewußtsein, welches _an sich_ Einheit seiner und der Substanz, es nun _für sich_ wird, das allgemeine Wesen und seine vereinzelnte Wirklichkeit vereint, diese zu jenem erhebt, und sittlich handelt--und jenes zu dieser herunterbringt, und den Zweck, die nur gedachte Substanz ausführt; es bringt die Einheit seines Selbsts und der Substanz als _sein Werk_ und damit als _Wirklichkeit_ hervor.
In dem Auseinandertreten des Bewußtseins hat die einfache Substanz den Gegensatz teils gegen das Selbstbewußtsein erhalten, teils stellt sie damit ebensosehr an ihr selbst die Natur des Bewußtseins, sich in sich selbst zu unterscheiden, als eine in ihre Massen gegliederte Welt dar. Sie spaltet sich also in ein unterschiednes sittliches Wesen, in ein menschliches und göttliches Gesetz. Ebenso das ihr gegenübertretende Selbstbewußtsein teilt sich nach seinem Wesen der einen dieser Mächte zu, und als Wissen in die Unwissenheit dessen, was es tut, und in das Wissen desselben, das deswegen ein betrognes Wissen ist. Es erfährt also in seiner Tat sowohl den Widerspruch _jener Mächte_, worein die Substanz sich entzweite, und ihre gegenseitige Zerstörung, wie den Widerspruch seines Wissens von der Sittlichkeit seines Handelns--mit dem, was an und für sich sittlich ist, und findet _seinen eignen_ Untergang. In der Tat aber ist die sittliche Substanz durch diese Bewegung zum _wirklichen Selbstbewußtsein_ geworden, oder _dieses_ Selbst zum _An_- und _Fürsich_seienden, aber darin ist eben die Sittlichkeit zugrunde gegangen.